Autor: blogani 22. Dezember 2011

Schwere Zeiten in der Solarbranche

Alternative Anlagen sind mit den Jahren immer beliebter geworden. Wenn man schon sein Geld in etwas investieren möchte, dann zumindest in Projekte, die man mit gutem Gewissen unterstützen kann, so sahen es viele Investoren. Und gerade die Solarbranche, die in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebte, war bei den Anlegern äußerst beliebt. Die Aktien verkauften sich gut. Ausschlaggebend war hierfür, dass sie wenig risikoreich schienen, da man davon ausging, dass die Branche, als der Energielieferant der Zukunft, keinen Abbruch in ihrer Beliebtheit erleben würde. Diese Einschätzung waren zwar relativ realistisch, doch weit gefehlt. Inzwischen stehen mehrere große Konzerne vor dem Aus, Investoren springen ab oder interessieren sich gar nicht erst für die Papiere. Die Preise verschiedener Aktien haben mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren.

 

Vielleicht hätte man sich von Vornherein nicht so sehr auf einen unumstößlichen Erfolg der Branche verlassen sollen. Wie auch Jürg Zeltner, der als CEO beim Wealth Management der UBS tätig ist, meint. Er ist der Meinung, dass Marktprognosen in der heutigen Zeit eine äußerst heikle Angelegenheit sind. Manche Entwicklungen sind einfach unmöglich voraus zu sagen.

 

Besonders hart getroffen hat es den deutschen Solarmodulhersteller Solon. Die Firma musste inzwischen die  Insolvenz einreichen und hofft nun darauf, durch das Gewinnen neuer Investoren doch noch zu retten, was zu retten ist.  Die Aktien des Solarkonzerns haben insgesamt mehr als sechzig Prozent ihres Werts verloren und das Unternehmen hat mit einer Nettoverschuldung von über 396 Millionen Euro zu kämpfen. Doch noch immer glauben die deutschlandweit 530 angestellten Mitarbeiter daran, dass sich vielleicht alles zum Guten wenden könnte.  Ob dieser Wunsch realistisch ist, bleibt jedoch fraglich. Der gesamten Branche geht es nämlich derzeit so schlecht wie noch nie. Auch andere Unternehmen haben zu kämpfen und es ist davon auszugehen, dass noch mehrere unter ihnen im kommenden Jahr Insolvenz werden anmelden müssen. Das ist unter anderem darauf zurück zu führen, dass Anfang des nächsten Jahres noch einmal die Vergütung für Solarstrom in Deutschland sinken wird. Ein möglicher Anlass für viele Investoren, sich weiter zurück zu ziehen und damit die Branche hinter sich zu lassen.

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