Autor: Gerd Junker 19. August 2010

Studie: Erneuerbare Energien sind zu Massenmarkt gewachsen

Stellen Sie sich vor, Sie wären noch einmal im Jahr 2000, sagen wir einfach am 19. August 2000. Was haben Sie zu diesem Zeitpunkt gemacht? Sich gerade noch vom Millenium-Computer-Bug erholt, der glücklicherweise keiner war, beziehungsweise keine Katastrophe ausgelöst hat?

Nun, wer an diesem 19. August 2000 sagte, dass sich Erneuerbare Energien so etablieren und durchsetzen würden wie sie es in den letzten 10 Jahren getan haben, wurde entweder als verrückt erklärt oder als hoffnungsloser Öko-Träumer abgetan.




Doch heute, 10 Jahre später, veröffentlichen die Spezialisten von Sarasin eine sehr interessante Studie: „Erneuerbare
Energien: vom Nischen- zum Massenmarkt“.

Denn 2009 ist trotz Wirtschaftskrise, tiefen Ölpreisen und unbefriedigener Fortschritte in dern Klimapolitik – Kopenhagen lässt grüßen – ein Wachstumsmarkt für die Erneuerbaren Energien gewesen. Wieder wurden sowohl in Europa als auch in den USA mehr Kraftwerke für saubere, erneuerbarer Energie neu installiert als konventionelle installiert wurden. Im einzelnen wuchsen die Wind- (+31%) und Solarenergie (+13%) sowie die Kleinwasserkraft (+7%) am stärksten.

Aber auch Energieträger mit niedrigerem Wachstumspotanzial überzeugten und wuchsen wie die Meeresenergie (+2%) oder die Geothermie (+4%) weiter an.

Die erneuerbaren Energien entwicklen sich mit 7-Meilen-Stiefeln von einer Nischen zu einer reifen und erfahrenen Industrie. An den Aktienmärkten sind Unternehmen dieses Sektors trotzdem niedrig bewertet, denn Unsicherheiten über zukünftige staatliche Förderungen und weltweit sinkende Verkaufspreise stimmen Investoren vorsichtig.

Ein idealer Zeitpunkte also, um zu investieren. Denn leider ist bisher nur sicher, dass herkömmliche Energien nicht nur die Umwelt massiv schädigen, sondern auch zur Neige gehen. Die Studie geht davon aus, dass schon 2011 wieder ein Ölpreis von 100 US-Dollar erreicht werden könnte.

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