Autor: Gerd Junker 20. Juli 2011

Umweltzerstörung durch unsere Spargroschen auf der Bank

In der Wüste von Niger, in einer der ärmsten Regionen der Erde, wird in großem Stil Uran abgebaut. Zwei Tochterfirmen von Areva, einer der größten Atomkonzerne der Welt, finden dort für ihre Arbeit phantastische Bedingungen vor. Kaum Umwelt- oder Gesundheitsauflagen stehen hier im Weg, obwohl durch die Bohrungen immer wieder Wolken radioaktiver Artikel in die Luft katapultiert werden und Millionen Tonnen radioaktiv strahlender Abfälle offen unter freiem Himmel lagern. Seit vielen Jahren graben die nigerianischen Arbeiter mit bloßen  Händen und ohne Schutzmasken in den Minen, ohne dass sie über die gesundheitlichen Risiken aufgeklärt worden sind. „Areva hat Milliarden verdient, und wir bleiben auf der  langfristigen Umweltzerstörung und den enormen Gesundheitsrisiken sitzen“, sagt Almoustapha Alhacen, Gründer der Umweltorganisation „Aghirin´man“ (deutsch: Schutz der Seele).

 

Nicht nur der Atomkonzern Areva hat traumhafte Renditen dadurch erwirtschaftet, sondern auch dessen Finanzdienstleister, zu denen laut Informationen von  Menschenrechtsorganisationen beispielsweise BNP Paribas, HSBC, Citigroup, UniCredit Group – und auch die Deutsche Bank – gehören. Dies ist kein Einzelfall! Durch den Uranabbau wird die Umwelt langfristig zerstört und die Menschen sind massiv der Verstrahlung ausgesetzt. Gesundheitliche Risiken der einheimischen Bevölkerung – für unsere Atomkraftwerke – sind die Folge!

 

Uranabbau im Niger

Uranabbau im Niger: mit unseren Geldern

Unternehmen wie Areva bauen ihre Aktivitäten mit Hilfe von Milliardenkrediten der Banken auf. Die Gelder, die Banken wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Bayrische Landesbank und andere als Kredite an Unternehmen geben, stammen u.a. von unseren Spareinlagen. Die Kreditrichtlinien, nach denen Kredite vergeben werden, sind vage und intransparent. „Banken prüfen, bevor sie ein Geschäft eingehen, nur die Bonität und die Sicherheiten ihres Gegenübers. Es zählt nur der finanzielle Erfolg. Ethische Kriterien spielen keine Rolle“, so Hans-Joachim Schwabe, Vorstandsmitglied beim Südwind-Institut, das sich besonders für die Dritte Welt engagiert. Auskünfte darüber, was die Bank mit unserem Geld macht, gibt es nicht. Nur ethisch-ökologisch nachhaltige Banken wie z.B. die GLS-Bank legen ihre Kreditaktivitäten offen.

 

Der Fall Areva im Niger ist kein Einzelfall. Bankenfinanzierte Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen wird es wohl noch lange geben. Was können wir dagegen unternehmen ? Die Organisation Attac (soziale und ökologische Gerechtigkeit im Globalisierungsprozess) hat eine Initiative ins Leben gerufen, die möglichst viele Bürger dazu aufrufen soll, zu einer  nachhaltigen Bank zu wechseln, die ethisch und ökologisch korrekt wirtschaftet und ihre Kreditentscheidungen transparent darlegt. Wer möchte schon, dass sein Geld in Projekte fließt, die er niemals unterstützen würde – wenn er denn davon wüsste!  Ein kleiner Schritt – aber ein Anfang! Quelle: natur + kosmos

 


 

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