Autor: carmenju 18. Februar 2011

US-Gentechnik-Lobby hat die Regierungen weltweit fest im Griff

Anfang Februar hat US Landwirtschaftsminister Tom Vilsack,  trotz des richterlichen Verbots, den Anbau von gentechnisch veränderten Zuckerrüben für das Frühjahr 2011 erlaubt. Der Gentech-Industrie, die einen Mangel von konventionellem Saatgut und Preissteigerungen als Argumente anführte, ist es gelungen den Minister zu beeinflussen. Mögliche Schäden durch gentechnisch veränderte Nahrungsmittel werden somit billigend in Kauf genommen. Monsanto darf nun in den Staaten wieder das Pestizid Roundup im Kombipack mit Gensaat ausliefern und seine Gewinne maximieren. Die Zuckerrübensorte um die es geht, wurde zusammen mit dem deutschen Saatguthersteller KWS entwickelt. Somit profitiert neben Monsanto nun auch KWS. Verlierer hingegen sind amerikanische Bio-Bauern und Verbraucher.

 

Das Argument des Mangels an Saatgut konventioneller Art dürfte jedoch für Europa nicht gelten. Bei uns gibt es diesen Mangel derzeit nicht. In Brüssel beugt sich jedoch die EU-Kommission unter dem Druck der Gen-Lobby und schlägt, wie von Futtermittelkonzernen und den USA seit langem gefordert, künftig Verunreinigungen mit in der EU nicht zugelassenen Gen-Pflanzen in Futtermitteln bis zu einem Grenzwert von 0,1 Prozent zu erlauben. Ziel ist es die Null-Toleranz abzuschaffen, obwohl dies laut einem Rechtsgutachten gegen geltendes Recht verstoßen würde. Die einzelnen EU-Länder können sich indessen noch nicht einigen und vertagen die Entscheidung bis auf Weiteres.

Gentechnisch verändertes Saatgut - nicht mit der nachhaltigen Geldanlage

nachhaltiger Vermögensaufbau - gentechnikfreie Geldanlage

In Deutschland ist inzwischen auch wieder ein Freisetzungsversuch beantragt worden. Der deutsche Saatgutkonzern KWS hat mit seiner 100% Tochter, Planta GmbH bereits seit 2008 Freisetzungsversuche am laufen. Der Chemie und Gentechnikkonzern hat zusammen mit KWS eine Zuckerrübenart entwickelt, die ein Resistenz-Gen gegen das Totalherbizid Roundup (mit dem Wirkstoff Glyphosat) eingebaut hat. Noch bevor der letzte Versuch abgeschlossen ist sollen diese Zuckerrüben erneut von 2011 bis 2013 in Nienburg in Sachsen-Anhalt in die Umwelt freigesetzt werden. Ziel ist es die kommerzielle Anwendung durchzusetzen. Fernziel dürfte wahrscheinlich sein, bestehende konventionelle Rübenarten mit der genmanipulieren Variante zu verunreinigen, um flächendeckend Lizenzgebühren für Saatgut von den Landwirten zu erheben.

 

Die Risiken des Feldversuchs sind immens, hier eine kleine Auswahl:

 

•    Zuckerrüben kreuzen über extrem weite Entfernungen- bis zu 10 Kilometer. Zuckerrüben können befruchtungsfähige Nachkommen mit verwandten Arten wie Mangold, Spinat oder Rote Beete bilden. Somit ist der Verunreinigung Tür und Tor geöffnet.
•    Zuckerrüben können langlebige Unkrautpopulationen bilden, transgene Konstrukte sich dadurch für lange Zeit in der Umwelt halten
•    Das immer zu gentechnisch veränderten Pflanzungen benötigte Pflanzengift  Roundup, gegen das die Gen-Rüben resistent gemacht wurden, ist hochtoxisch. Aktuelle Studien zeigen massive Schäden bei Amphibien, toxische Effekte auf DNA und Gebärmutterzellen. Die Verwendung dieses Ackergifts auf immer mehr Flächen darf daher keinesfalls durch den Anbau herbizidresistenter Gen-Pflanzen weiter gefördert werden.
•    In England haben mehrjährige Versuche bewiesen, dass der Anbau von Roundup resistenter Gen-Rüben bedeutend schädlichere Auswirkungen auf das Ökosystem und die Artenvielfalt haben als der konventionelle Zuckerrüben-Anbau.
•    Der Anbau herbizidresistenter Gen-Pflanzen führt, wie die Beispiele Kanada, USA oder Argentinien zeigen, zu einer beschleunigten Resistenzbildung von Ackerkräutern gegen die entsprechenden Pestizide. Resultat ist ein steigender Pestizideinsatz, der zu immer mehr Umweltschäden beiträgt.
•    Die Anreicherung des Pflanzengifts Roundup in den Nahrungsmitteln führt zu immer größerer Schadstoffbelastung unserer Körper. Ähnlich wie bei Dioxin ist dies zwar nicht akut gefährlich, langfristig gesehen verursacht es Krebs und andere Erkrankungen.

 

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