Autor: Gerd Junker 6. Oktober 2013

Volkswagen löst BMW ab: Änderungen im Nachhaltigkeits-Rating

 

2013-08-04 12.20.13Die Vorstandschef der großen Unternehmen zittern immer dann, wenn die Gespräche mit den Geldgebern anstehen. Das sind bei den Aktiengesellschaften die Gespräch mit den Fondsmanagern, denn die Investmentfonds investieren große Summen in die Aktien der Unternehmen. Um so wichtiger ist für die Vorstände, die Wünsche und Anforderungen der Fonds zu erfüllen. Immer häufiger auf der Agenda: Wie nachhaltig verhält sich ein Unternehmen, wie behandelt es Mitarbeiter, Partner und die Umwelt?

 

 

Hier kommen die Nachhaltigkeits-Ratings in Spiel, also von unabhängigen Spezialisten durchgeführte Bewertungen der Konzerne. Einer der wichtigsten Indizes ist dabei der RobecoSAM für Dow Jones ermittelte DJSI, der als Besonderheit die Berücksichtigung von ökologischen und wirtschaftlichen Kennzahlen bietet. Ansonsten werden nämlich entweder ökologische, oder wirtschaftliche Daten bewertet.

 

Wichtigste Änderung aus deutscher Sicht: der jahrelang auf Platz 1 gelistete Autobauer BMW rutscht in seiner Branche hinter Volkswagen auf Platz 2. Gründe sind die “großen Anstrengungen zur Verbesserung des Flottenverbrauchs”, so die DowJones Experten laut Onlinemagazin UmweltDialog. Auch die weiteren Ziele von VW bezüglich der Reduzierung seien ehrgeizig. Risikomanagement und Umweltmanagement des Konzerns gelten als vorbildlich.

 

Insgesamt sind 39 Unternehmen aus dem Nachhaltigkeitsindex ausgeschieden und 47 neu hinzugekommen. Wichtigste Abgänge sind Johnson & Johnson, HSBC Holdings PLC und Vodafone Group PLC, die wichtigsten Neuzugänge Bank of America Corp, UBS AG und United Parcel Service Inc.

 

Der Index verfolgt den Best-of-Class Ansatz, bei dem die jeweils nachhaltigsten Unternehmen einer Branche aufgenommen werden. Damit werden in nahezu allen Branchen die Besten Unternehmen ausgewählt – jedes Unternehmen halt also unabhängig seines Tätigkeitsfeldes die Möglichkeit, durch herausragende ökologische Anstrengungen sich zu platzieren. Dazu lädt RobeccoSAM jährlich rund 3000 Unternehmen ein, die Praktiken in Bezug auf Nachhaltigkeit bewerten zu lassen. 800 Unternehmen kommen dabei bereits aus Schwellenländern.

 

Mehr zum Dow Jones Sustainability Index finden Sie hier.

 

 

 
Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 
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