Autor: Gerd Junker 21. Juli 2014

Warum in Deutschland niemand mehr über eine Beteiligung an Windpark’s spricht – und warum das ein Fehler ist

Die Beliebtheit des Suchbegriffes Beteiligung Windpark hatte bei Google Ihren Höhepunkt im Juni 2004. Bis Juni 2014 haben die Suchanfragen nach Beteiligung Windpark um 46% abgenommen. Das fasst in messbare Zahlen, was den Branchenbeteiligten schon lange bewusst war: das öffentliche Interesse, sich an Windparks zu beteiligen, wurde von der Politik abgewürgt. 

 

Ganz im Gegensatz dazu das internationale Interesse. Schaut man sich die Suchbegriffe in den USA an, stiegen diese im gleichen Zeitraum um 44%, in Großbritannien um 16%. 

 

Beteiligung Windpark

Interesse in Deutschland nimmt ab – im Ausland steigt es stark an (Grafik: Grünes Geld GmbH, Datenbasis: Suchanfragen lt. Google Juni 2004 zu Juni 2014)

 

Erneuerbare Energien: Deutschland im Rückwärtsgang – andere Länder expandieren stark

 

Die Zahlen bestätigen einmal mehr die Aussagen des international tätigen TV-Legende Franz Alt in unserem Video-Interview vom März 2014. Deutschland war Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien, wurde aber in den letzten Jahren abgehängt. Während die USA, China oder auch unsere europäischen Nachbarn wie Frankreich, Finnland oder Großbritannien beherzt bei den Erneuerbaren Energien voran schreiten, hat Deutschland unter der Regierung Merkel und unter Wirtschaftsminister Gabriel den Rückwärtsgang eingelegt. Auch die WiWo Green bestätigt den weltweiten Boom bei Erneuerbaren Energien.

 

Der wichtigste Bereich der Erneuerbaren Energien – auch im mittelfristigen Konzept der Bundesregierung – ist die Windenergie. Haupttreiber in der Vergangenheit waren dabei private Geldanleger, die über Beteiligungen an Windparks einen Großteil der Investitionen für die rund 23.000 Windturbinen in Deutschland ausmachen (siehe dazu auch unseren Artikel Wem gehören die Erneuerbaren?). Auslöser war für die privaten Geldanleger die Ökologie, aber Windparks sind auch einfach eine gute Geldanlage. Bei bekannten Windwerten und bekanntem Preis für den erzeugten Strom lassen sich die zukünftigen Einnahmen sehr gut kalkulieren. Renditen an die 10% waren dabei in der Vergangenheit oft zu erreichen.

 

 

Beteiligung an Windpark’s: Überwältigende Chancen

 

Auch wenn die Politik das Thema in Deutschland über gekürzte Einspeisevergütungen oder überzogene Abstandsregelungen (10H-Regelung in Bayern) für private Geldanleger praktisch beendet hat und deshalb kaum jemand noch darüber spricht: die grundsätzlichen Perspektiven für Beteiligungen an Windparks sind weiterhin überwältigend. Im Moment allerdings nur im Ausland.

 

Was spricht für Beteiligungen an Windparks?

 

1.) Einnahmesicherheit: Der produzierte Wind wird bei Windkraft über gesetzlich festgelegte Einspeisevergütungen bezahlt. Diese werden über einen langen Zeitraum, zum Beispiel über 15 oder 20 Jahre, festgeschrieben und gesetzlich garantiert. Über die Windgutachten weiß man, wie viel Wind weht und damit, wie viel Windenergie produziert wird. Damit kann man sehr gut die Einnahmen eines Windparks über die komplette Förderungsdauer errechnen. Ein attraktives Geschäftsmodell – die Einnahmen stehen von Beginn an praktisch fest.

 

2.) Bewährte Technologie: Windkraft ist eine seit mehr als 20 Jahren kommerziell genutzte Technik zu Stromgewinnung. Nach Angaben aus Wikipedia sind weltweit in 2013 mehr als 300 GW Windkraftkapazität vorhanden – alle im vollen Betrieb laufend wären das ein Ersatz von rund 300 Atomkraftwerken. Alleine der Weltmarktführer Vestas aus Dänemark hat einen Börsenwert von rund 5 Milliarden Euro. Die Anlagenhersteller garantieren über Wartungsverträge Verfügbarkeiten von mindestens 97% im Jahr. Da gibt’s kaum Unbekanntes.

 

3.) Beteiligungen an Windparks sind unternehmerisch: Bei einer direkten Beteiligung an einem Windpark wird der Geldanleger Gesellschafter einer GmbH, er ist also direkt am Windpark beteiligt. In guten Jahren wird er mehr Ertrag erzielen, in schlechten weniger. Im Gegensatz zu Festzins-Angeboten (siehe das gescheiterte Konzept Prokon) kann dieses System aber atmen, also flexibel auf die Gegebenheiten eingehen. Niemand ist gezwungen aufgrund einer schlechteren Geschäftslage einen Schein zu waren und die Festzinsen – vielleicht mit neuen Anlegergeld – auf Biegen und Brechen auszuzahlen. Alle Anleger zusammen haben darüber hinaus das Recht, über die Zukunft der Gesellschaft zu entscheiden. Die Gesellschafterversammlung ist die mächtigste Komponente einer Gesellschaft und sie setzt sich aus den Anleger zusammen.

 

4.) Ökologisch wertvoll: Windenergie ist in praktisch unbegrenztem Maße verfügbar. Sie zu nutzen verursacht – außer bei der Produktion der Windkraftanlage – keine Treibhausemissionen. Es muss kein Raubbau an der Erde durch Abbau von zum Beispiel Kohle geschehen. Man muss nicht in gefährlich zu erschließende Ölfelder vordringen. Umweltkatastrophen wie regelmäßig bei Öltanker-Unglücken oder bei Unfällen auf Bohrinseln (zum Beispiel Deepwater Horizon) geschehen, können vermieden werden. Die energetische Amortisationszeit moderner Windkraftanlagen liegt üblicherweise bei unter einem Jahr.

 

5.) Renditen attraktiv: Tagesgeld bringt aktuell überlicherweise unter 0,5% Zinsen pro Jahr. Langfristige Anlagen wie Lebensversicherungen können nach Abzug der Kosten etwa 3% an Rendite versprechen. Doch wie sieht es mit Beteiligungen an Windparks aus? Die Projekte der letzten Jahre wiesen eine durchschnittliche Rendite nach IRR-Methode von 6,7% aus (eigene Berechnungen aus Grundlage von 11 ausgewerteten Prospekten). Selbst wenn man besonders vorsichtig ist und Sicherheitsabschläge annimmt, kann der Investor doch mit Renditen von 5% bis 6% kalkulieren. 

 

Sie sollten also gerade jetzt die Chancen nutzen, die sich durch Beteiligungen an Windparks bieten. Auch wenn die öffentliche Meinung das Thema im Moment wenig behandelt, bieten sich hier sehr attraktive Chancen. Besonder die Projekt im Ausland, von erfahrenen deutschen Unternehmen initiiert, bieten hohes Potenzial (gutes Beispiel: Aquila WindpowerINVEST II).

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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