Autor: Jasmin Messina 18. Februar 2014

Warum die Windkraft im Fokus sicherheitsorientierter Anleger bleiben sollte

Angesichts der Berichterstattung durch die Medien in den letzten Wochen zum Thema Windkraft könnte man den Eindruck erlangen, dass die Branche sich in einer tiefen Krise befindet. Das und die Tatsache, dass die Politik die Möglichkeiten zum Errichten von neuen Windparks stark eingrenzen möchte, verunsichert potentielle Anleger. Ist die Sorge begründet? Betrachten wir doch mal einige Fakten:

 

1. Große Versicherer, wie zum Beispiel die Allianz, investieren weiterhin in Windparks. Eine solche Anlage bietet stabile Renditeaussichten oberhalb der Verzinsung von konventionellen Bankprodukten und Staatsanleihen. Kritisch ist hier also nicht die Investition in Windkraftanlagen an sich, sondern die Form der Anlage. Ein unabhängiger Berater kann hier individuell die beste Anlageform für seinen Kunden finden.

 

2. Die Höhe der Renditen (nach der IRR-Methode) bei Kapitalanlagen richtet sich in der Regel nach drei Faktoren: Rendite, Sicherheit und Liquidität. Sind zwei von diesen drei Faktoren in einem hohen Maße erfüllt, muss der dritte Faktor automatisch zurückstecken. Ein Sparbuch verfügt so zum Beispiel über eine hohe Liquidität und Sicherheit. Somit fällt die Verzinsung deutlich unrentabel aus.
Eine Investition in Bau und/oder Betrieb von Windkraftanlagen ist in der Regel eine Unternehmensbeteiligung mit einer langfristigen Kapitalbildung. Zudem lassen sich aufgrund von festgeschriebenen Einspeisevergütungen stabile Einnahmen erwarten, denn Wind weht immer und kostet nichts. Durch eine sorgfältige Standortauswahl, die Annahme von vorsichten Windgutachten und den Abschluß von langfristigen Vollwartungsverträgen können sowohl Kosten als auch Einnahmen sehr gut kalkuliert werden. IRR-Renditen zwischen 5 und 7,5 % sind bei diesen Voraussetzungen also durchaus realistisch.

 

Anlagen in Windkraft stehen pauschal in der Kritik - zu Unrecht! (Bildquelle: Dorothea Jacob/pixelio.de)

Anlagen in Windkraft stehen pauschal in der Kritik – zu Unrecht. (Bildquelle: Dorothea Jacob/pixelio.de)

 

3. Ein Blick auf die Börse zeigt, dass es der Windkraftindustrie aktuell gut geht. Sowohl der weltweit größte Turbinenhersteller Vestas aus Dänemark als auch der Wettbewerber Nordex aus Deutschland konnten seit 2012 ihren Kurs um das fünf- beziehungsweise dreifache steigern. Angesichts voller Auftragsbücher kann auch von einem kurzfristigen Trend keine Rede sein. Das Fraunhofer Institut geht zudem davon aus, dass bereits im Jahr 2017 der Strom von Windkraftanlagen an Land günstiger produziert werden kann als durch Gas- oder Kohlekraftwerke, da hier die Beschaffung der benötigten Ressourcen immer aufwändiger und teurer wird.

 

Für Anleger, die diese Vorteile nutzen möchten, sollte die Frage im Vordergrund stehen, ob das eingesammelte Kapital von der Gesellschaft auch vollständig in konkrete Windparks investiert wird und die Rendite ausschließlich durch den Betrieb der Anlagen erwirtschaftet werden soll (gegebenenfalls auch Errichtung und Verkauf zum Ende der geplanten Laufzeit). Zudem sollte ein Buisinessplan vorliegen, der diese Ziele eindeutig definiert. Zudem sollte das benötigte Kapital im Vorfeld über einen begrenzten Zeitraum und nicht über die gesamte Laufzeit eingeworben werden. Um für potentielle Anleger das optimale Projekt zu finden, ist es unbedingt notwendig, durch eine persönliche und ausführliche Analyse die Voraussetzungen, Bedürfnisse und Erwartungen des Kunden herauszustellen. Die Windkraft kann bei Beachtung dieser Punkte also weiterhin auch für sicherheitsorientierte Anleger empfohlen werden.

 

 Bessere-Welt und Windkraft-Projekte

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Facebook Like

Kommentar hinzufügen

You must be logged in to post a comment.