Autor: alexb 14. Februar 2011

Was bedeutet die kommende Inflation für mich persönlich?

Bevor man dies beantworten kann, muss man sich zunächst einer weiteren Frage stellen: Wie misst man eigentlich die Inflation? Bei offiziellen Statistiken geht man von einem virtuellen Warenkorb aus, der Güter des alltäglichen Lebens, aber auch höherwertige Konsumgüter wie etwa einen Computer umfasst. Diese Statistiken sind oftmals gemäßigter als die „gefühlte“ Inflation, welche viel stärker von der Entwicklung der Preisgestaltung von Gütern des täglichen Bedarfs – beispielsweise Lebensmittel oder Energiekosten – beeinflusst wird. Unicredit hat deshalb nun ebenfalls für die „gefühlte“ Inflation einen Index ermittelt und Beobachtungen über die letzten 10 Jahre angestellt. Keinesfalls überraschend ist das Ergebnis, dass die gefühlte Inflation sichtlich stärkere Schwankungen aufzuweisen hat und mit 3,3% im Dezember 2010 doppelt so hoch lag wie die statistische Inflationsrate.

 
Trotz der unterschiedlichen Höhe zeigen beide Inflationsraten in die gleiche Richtung: Es wird zu einer Inflation kommen und es ist lediglich die Frage, ob sich die Inflationsrate im Bereich 2-4% pendelt – und somit wirtschaftlich vertretbar wäre – oder ob eine Lohn-/Preisspirale entsteht, was weit höhere Inflationsraten zur Folge hätte.

Verbrannter Geldschein

Bei einer Inflation wird das Geld entwertet. Deshalb rechtzeitig vorsorgen, um das Vermögen zu sichern.



 
Es stellt sich nun die Frage was die Entwicklung zur Inflation für eine Bedeutung für den Sparer und Geldanleger hat – und die Antwort darauf ist recht simpel: Man muss mehr und schlauer sparen bzw. investieren.

 
Grund: Der Großteil der Sparziele, wie etwa die Altervorsorge, ist auf einen realen Wert fokussiert, das bedeutet beispielsweise die Deckung der Lebenshaltungskosten im Rentenalter. Die Inflation ist Grund dafür, dass sich diese fernen Ziele nominal signifikant erhöhen. Ein Beispiel: Ein 30-jähriger, der eine Rentenlücke von 2.000 Euro Kaufkraft schließen möchte, hat bei einer Inflation von 2% bereits einen nominalen Bedarf von etwa 4.000 Euro pro Monat zum Renteneintritt. Wenn die durchschnittliche Inflation auf 4% anwachsen würde, müssten monatlich fast 8.000 Euro gezahlt werden, um die Kaufkraft von heutigen 2.000 Euro zu realisieren. Diese Effekte der Inflation werden von den meisten Bürgern komplett unterschätzt. Manch ein Sparer hält auch nichts von einem Konsumverzicht, welcher heute allerdings notwendig ist, um eine Altersarmut zu vermeiden.

 
Durch Intelligentes Sparen besteht trotzdem eine Möglichkeit die Inflationslücke zu schließen. Dabei muss der Vermögensaufbau jedoch in weiten Teilen in Sachwerten erfolgen. Darunter fallen nicht nur Aktien und Immobilien. Innovative und schwankungsarme Anlageklassen wie Mikrofinanz sind ebenfalls möglich.

 
Eine Möglichkeit zur Mikrofinanz bietet der BN & P Good Growth Fonds. Dabei handelt es sich um ein System von Kleinkrediten, welche durch Mikrofinanzbanken vergeben wurden. Die Refinanzierung dieser Banken der Armen sorgt für ein wirtschaftliches Einkommen und Selbstvertrauen für die Kreditnehmer, aber auch für eine angemessene und vorallem sichere Verzinsung für die Kapitalgeber jener Mikrofinanzinstitute. Obwohl in manchen Regionen wie beispielsweise in Indien, Nicaragua oder Pakistan negative Entwicklungen bei der Umsetzung des Prinzips der Mikrofinaz festzustellen waren, ist diese Urform des genossenschaftlichen Bankgeschäfts rund um den Globus enorm wichtig für die Entwicklungshilfe.

 
Mikrokredite und die entsprechenden Refinanzierungstranchen der Mikrofinanzfonds besitzen in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr. Im Mix der Kreditportefeuilles stehen daher meist monatliche – an das jeweils aktuelle Zinsniveau angepasste – Kredite zur Prolongation an. Aufgrund dessen sollten steigende Inflationsraten und dadurch auch steigende Zinsen auf Fondsebene keine Kursverluste herbeiführen. Stattdessen sollte der Mikrofinanzfonds zügig seine Rendite an den Marktzins anpassen. In Bezug auf eine Inflationsvorsorge ist die Mikrofinanzanlage somit vergleichsweise vorteilhaft.

 
Fakten zum BN & Good Growth Fonds: Der Fonds investiert bis zu 30% des Fondsvolumen in die Mikrofinanz. Er verteilt das Geld an über 400 Mikrofinanzinstitute in etwa 60 Ländern weltweit. Damit ein mittelfristiges Renditeziel oberhalb von 5% realisiert werden kann, bedient sich der Fonds zusätzlich einem breiten Spektrum von Anlageformen und Anlageklassen, die hinsichtlich auf das soziale Ziel ethisch gefiltert werden. Der Zuwachs von rund 8% in den vergangenen 24 Monaten bei Schwankungsbreiten von ungefähr 4% zuzüglich einem gutem Gewissen erzeugte Freude bei vielen vorsichtigen Anlegern, die normalerweise nur traditionell investierten.

 
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Ein Kommentar zu “Was bedeutet die kommende Inflation für mich persönlich?”

  1. […] Doch auch gegenüber dem Vormonat März 2011 gingen die Preise nach oben. Zwar "nur" um 0,2 Prozent, aber angesichts der Tatsache, dass die Teuerungsrate schon im Februar und März über 2,0 Prozent lag, ist dies eher ein deutlicher Schritt für einen weiteren Schritt in Richtung höhere Inflation. […]

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