Autor: Gerd Junker 27. Januar 2016

Wieso Sie bei der Geldanlage die 72er Regel unbedingt kennen sollten

 

In der Schule lernen wir lesen, schreiben, rechnen. Wir lernen viel über unserer Geschichte, über Chemie, Physik und Biologie – sogar neue Sprachen lernen wir dazu. Aber wir man sein Geld anlegt, lernen wir in der Schule leider nicht. Ein bisschen etwas geben uns unsere Eltern noch mit, aber deren Wissen ist auch meist laienhaft, zumal die Kapitalmärkte sich enorm geändert haben. Deshalb muss sich jeder sein Kapitalanlage-Wissen selbst erarbeiten. Dazu möchte ich an der Stelle ein wichtige Faustformel vorstellen, die gar nicht so viele Menschen kennen. Wahrscheinlich selbst Ihr Berater bei der Bank nicht.

 

Die 72er Regel

72er-Regel-der-KapitalanlageAlso steigen wir gleich ein, ich verrate Ihnen die Regel, die kaum jemand kennt und die sehr nützlich ist, die 72er Regel.

 

Wenn man die 72 durch die Rendite pro Jahr einer Geldanlage teilt, erhält man den Zeitraum, indem sich das Kapital verdoppelt.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsBeispiel 1: Sie legen Ihr Geld zu 10 Prozent an. Das hört sich viel an, kann aber gelingen (und außerdem rechnet es sich damit recht leicht). Nach der 72er Regel teilen Sie 72 durch 10, erhalten als Ergebnis 7,2. Ihr Kapital verdoppelt sich also in 7,2 Jahren.

 

Beispiel 2: Sie legen Ihr Geld zu 1 Prozent an – aktuell ein gar nicht so einfach zu erreichender Zins für alle, die ihr Geld bei den Banken anlegen. Dann braucht Ihr Kapital 72:1 = 72, also 72 Jahre bis zur Verdoppelung.

 

Die Regel ist nur eine Faustformel – denn letztlich müsste eigentlich eine Zinseszins-Berechnung mit Potenzrechnung durchgeführt werden. Aber sie liefert sehr brauchbare Ergebnisse.

 

Was ist mit Inflation, Steuern und Gebühren?

Die Rechnung ist immer dann korrekt, wenn Sie die tatsächlich erzielte Netto-Rendite verwenden. Angenommen Sie möchten Inflation, Steuern und Gebühren berücksichtigen, könnten Sie wie folgt vorgehen:

 

– angenommene Brutto-Rendite: 8 Prozent pro Jahr

– angenommene Inflation: 2 Prozent, d.h. die Rendite reduziert sich (vereinfacht) auf 6 Prozent pro Jahr

– angenommene Kosten der Geldanlage: 1 Prozent, d.h. die Rendite reduziert sich auf 5 Prozent pro Jahr

Besteuerung der Gewinne: sicherlich der am schwersten abzuschätzende Punkt, gerade wenn individueller Steuersatz, Freibeträge und die unterschiedliche Besteuerung von Anlageformen berücksichtigt werden soll. Nehmen wir an, die Rendite reduziert sich dadurch um 25%, dann werden aus 5 Prozent nur noch 3,75 Prozent

 

In dem Beispiel würde also gelten: 72 durch 3,75 = 19,2. Die Kaufkraft Ihres angelegten Kapitals würde sich also in ca. 19 Jahren verdoppeln.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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