Autor: Gerd Junker 28. Juni 2011

Windenergie an Land auf dem Abstellgleis ?

„Die erneuerbaren Stromquellen haben mehr Potential, als die Bundesregierung glaubt. Schwarz-Gelb scheint die Wende hin zu 100 Prozent regenerativen Strom nicht wirklich zu wollen, sondern weiter auf die Zementierung der Großstrukturen in der Energieerzeugung und Jahrzehnte weiterer Kohleverstromung zu setzen“, so der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

 

Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und den Bundesverband WindEnergie (BWE) ist das Gesetzespaket der Bundesregierung für die Energiewende umstritten. Laut Weiger wird dadurch der landseitige Ausbau der Windenergie behindert und die energieintensive Industrie erhält zu viele Schlupflöcher.

Die Industrie wird im wesentlichen von den Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ausgenommen. Schon heute profitiert sie stark von den durch die Erneuerbaren gesunkenen Preise an den Strombörsen. Aufgrund dieser Ausnahmen zahlen alle anderen Verbraucher schon jetzt jährlich zwei Milliarden Euro, die eigentlich die Industrie zahlen müsste.

Windräder an Land

Windanlagen an Land werden oftmals von Anwohnern abgelehnt

Dies ist eine der Aussagen, die aus einer gemeinsamen Presseerklärung des BUND und dem Bundesverband WindEnergie hervorgehen. Gefordert wird im Erneuerbare-Energien-Gesetz das Ausbauziel von 35 Prozent Erneuerbarer Energie bis 2020 auf 45 Prozent zu erhöhen. Erreicht werden soll diese Forderung auch durch Energiesparmaßnahmen und die Steigerung der Energieeffizienz. Dies fehlt bisher im Gesetzespaket.

 

Besonders problematisch sind die in der EEG-Novelle vorgesehenen Vergütungskürzungen für die Windenergie an Land. Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung steht damit den Empfehlungen des von ihr selbst beauftragten Begleitgutachtens entgegen. „Es ist schon erstaunlich, dass die Bundesregierung das wissenschaftliche Begleitgutachten und die Meinung der Sachverständigen vollkommen ignoriert. Wir begrüßen, dass sich der Bundesrat in seiner letzten Sitzung den Vorschlägen dieses Begleitgutachtens angeschlossen hat. Das zeugt davon, dass man sich in den Bundesländern intensiv mit der Thematik beschäftigt hat. Entscheidend ist jetzt, dass sich auch die Bundestagsabgeordneten mit dieser Frage auseinandersetzen und die Position der Bundesländer angemessen berücksichtigen. Denn klar ist: Wird das EEG so beschlossen wie die Bundesregierung es vorsieht, werden die Bundesländer ihre Ausbau- und Klimaziele nicht erreichen“, unterstrich der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), Hermann Albers.

 

Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, aber auch in den anderen Bundesländern bestehen noch erhebliche Potentiale für den Ausbau und die Modernisierung (Repowering) von Windkraftanlagen. Windenergie an Land bietet nach Ansicht des BUND und des BWE das größte Potential und ist die kostengünstigste Erneuerbare Energie. Des weiteren ist der Atomausstieg nur mit mehr Windkraft zu bewältigen. Eine vom BWE in Auftrag gegebene Studie des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik belegt, dass sich bundesweit auf lediglich zwei Prozent der Fläche bis zu 65 Prozent des nationalen Strombedarfs erzeugen lässt.

 

Quelle: BUND

 

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