Autor: Jasmin Messina 13. Dezember 2012

Windenergie in Deutschland

Wind als Rohstoff zur Energieerzeugung steht dauerhaft zur Verfügung. Anders als konventionelle Energiequellen wie Erdöl oder Kohle, bei denen zukünftig eine Verknappung zu befürchten ist. Die Nutzung der Windenergie ermöglicht außerdem eine größere Unabhängigkeit von Lieferungen aus dem Ausland,was gerade für die rohstoffarmen Länder wie Deutschland von großem Vorteil ist.

 

Tatsache ist, dass uns der Wind als Energiequelle dauerhaft, unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung steht!

 

Je stärker die Staaten in ökonomischer sowie in umwelt- und energiepolitischer Hinsicht umdenken, desto günstiger wird das Umfeld für erneuerbare Energien. Die Energiegewinnung aus Wind nimmt dabei eine besondere Stellung ein.

 

Der deutsche Windenergiemarkt konnte 2011 erneut ein deutliches Wachstum verzeichnen. Nach aktuellen Erhebungen des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI) wurden 2011 in Deutschland 895 Windenergieanlagen (2010: 754) mit einer Leistung von 2.007 Megawatt (2010: 1.551 Megawatt) neu installiert. Für das Geschäftsjahr 2012 wird vom Bundesverband Windenergie e. V. ein Zubau in Höhe von 2.200 Megawatt erwartet.

 

Welche Anreize bestehen für Anleger im Bereich der Windenergie in Deutschland?

 

Deutschland verfügt über ein Vergütungssystem, dass im Vergleich zu anderen Ländern einzigartig ist. Zunächst wird über das EEG ein garantierter Vergütungssatz über einen Zeitraum  von bis zu 21 Jahren ermöglicht (das Jahr der Inbetriebnahme und 20 weitere Jahre). Die Höhe der Vergütung wird finanziert durch ein Umlagensystem, in dem der Verbraucher den Preis für den Strommix zahlt. Die Höhe der EEG-Vergütung wird somit nicht durch eine staatliche Garantie oder Subvention bezahlt, wie es in manch anderen Staaten der Fall ist.

 

Windräder Rapsfeld

 

Warum investieren institutionelle Anleger wie die Allianz AG in Windenergie?

 

Windenergieanlagen in Deutschland bieten aufgrund jahrelanger Erfahrungen bei der Erzeugung und der Vermarktung von elektrischem Strom langfristig kalkulierbare Erträge. Neben der sicheren Kalkulationsgrundlage aufgrund des EEG wird bereits heute der durch Windenergieanlagen erzeugte Strom an der Strombörse gehandelt. Die Direktvermarktung von Strom birgt das Potential, eine höhere Vergütung und somit einen höheren Ertrag als durch den regulären EEG-Tarif zu erzielen.

 

Wahrscheinlich ist das auch der Grund dafür, dass institutionelle Investoren das Thema Windenergie für sich entdeckt haben. Fast täglich lässt sich in der Tagespresse ablesen, dass große Versicherungen, wie z. B. die Allianz oder Energieversorger wie E.ON oder internationale Investmentgesellschaften Investitionen im Windenergiebereich aufbauen wollen. So falsch kann es somit nicht sein, wenn über das Vehikel eines geschlossenen Fonds, wie z. B. mit dem „RE02 Windenergie Deutschland„, auch den privaten Kapitalanlegern dieser Markt zugänglich gemacht wird.

 

Durch die veränderte Bankenlandschaft wird es zunehmend schwieriger, an günstige Kredite zu gelangen. Gilt dieser Grundsatz auch für die Finanzierung von Windenergieanlagen?

 

Diese Frage kann für unseren Fonds „RE02 Windenergie Deutschland“ mit einem NEIN beantwortet werden. Im Vergleich zu anderen Investitionsstandorten in Europa verfügt Deutschland mit der Refinanzierungsmöglichkeit bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) über ein einmaliges Finanzierungsvehikel. Im internationalen Windenergiefinanzierungsgeschäft sind zurzeit Fremdfinanzierungssätze von mehr als 6 % p.a. keine Seltenheit. Für unser jüngstes Windenergieprojekt konnte ein Zinssatz von 1,95 % p.a. für die ersten zehn Jahre gesichert werden. Die KfW verfügt über spezielle Finanzierungsprogramme wie das ERP-Umweltdarlehen, welche der Finanzierung von Windparks dienen.

 

Die Offshore-Energie ist in aller Munde. Ihr Unternehmen beschäftigt sich dennoch primär mit der Onshore-Windenergie. Warum?

 

Die Onshore-Energie nutzt, insbesondere durch die Ausschreibung von neuen Windvorrangflächen noch lange nicht ihr volles Potential. Während die Offshore-Energie per heute unkalkulierbare Risiken (z. B. Verankerung des Fundaments in Wassertiefen größer 10m; ungeklärte Versicherungsfrage bei Ausfallzeiten aufgrund von Witterung und damit verbundener nicht möglicher Wartung der Anlagen) birgt. Windenergieanlagen an Land haben sich als Energieproduzent über viele Jahre bewährt. Ein erhebliches Mehrertragspotential ergibt sich auch durch das sogenannte Repowering, d. h. den Austausch alter mit neuen, leistungsstärkeren Anlagen am gleichen Standort. Hier gibt es überaus positive Erfahrungswerte.

 

Fazit:

 

Ein Investment in Windenergie rentiert sich über den Strompreis zukünftig nicht nur aufgrund der staatlichen Fördersätze, sondern auch über den Marktpreis in einem freien Wettbewerb – und damit ist es ein wirtschaftlich attraktives und vor allem zukunftsfähiges Investment geworden.

 

 Hier finden Sie nochmal alle Informationen zum Projekt RE02 Windenergie Deutschland:

 

Mehr Informationen zum Projekt RE02 WIndenergie Deutschland

 

 

 

Bernd Prigge mini

Verfasser des Beitrages

Bernd Prigge wechselte als gelernter Sparkassenfachwirt von der Niederlassungsleitung in den Bereich der geschlossenen Beteiligungen. Er begleitete als Vertriebsmitarbeiter mehrere Schiffsbeteiligungen und Auslandsimmobilienfonds bei einem renommierten Hamburger Emissionshaus. Seit Anfang 2010 steht er bei der reconcept Vertriebspartnern kompetent beratend zur Seite.

Facebook Like

Ein Kommentar zu “Windenergie in Deutschland”

  1. […] machen Sie die Produktion von Ökostrom wesentlich effizienter: um bis zu vier Prozent kann die Gewinnung von Windenergie pro Jahr gesteigert werden. Auf den ersten Blick scheint das nicht sehr viel, hochgerechnet auf die […]

Kommentar hinzufügen

You must be logged in to post a comment.