Autor: carmenju 6. Juli 2015

Zahl des Tages: 1.700.000

 

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1.700.000 Module aus besonders leistungsfähigem monokristallinem Silizium gehen diese Tage in Kalifornien zur Stromerzeugung ans Netz.

 

Auf einer Fläche von 13 Millionen Quadratmeter hat BHE Renewables, der US Kraftwerksbetreiber die Module installiert. Die Bauzeit dafür betrug 2 Jahre. Damit nimmt die Anlage namens „Solar Star“ derzeit den ersten Rangplatz im Wettbewerb der immer größer werdenden Solaranlagen ein. Mit einer Spitzenleistung von 579 Megawatt, produziert sie sogar mehr als die meisten Blöcke von Kohlekraftwerken schaffen. Das sind noch einmal 79 Megawatt mehr als die bisherigen Spitzenreiter „Topaz Solar“ und „Desert Sunlight“, die ebenfalls in Kalifornien angesiedelt sind und 500 Megawatt Leistung hatten. Mit der neuen Anlage können jährlich 570.000 Tonnen CO2 vermieden werden.

 

US Solarboom ungebremst

 

Für Investoren und Geldanleger ist diese Nachricht interessant, verdeutlicht sie doch wie stark der Solarboom in den USA ist und bis dato ist keine Ende abzusehen. In den vergangenen acht Quartalen wurden in den USA jeweils mehr als 500 Megawatt an Solarenergie installiert, davon sind bereits 10.000 Megawatt am Netz, für  14.000 Megawatt wurden bereits Verträge geschlossen und 27.000 Megawatt befinden sich in Planung, so eine Studie von GTM Research’s U.S. Solar Market Insight.

 

 

Photovoltaik zur Stromerzeugung ist bislang eher dezentral ausgelegt. Meist werden die Module auf Dächern oder auf kleineren überschaubareren Flächen aufgestellt. Zu beobachten ist jedoch, dass die Flächen insbesondere in USA und China auf immer unüberschaubarere Größe ausgeweitet werden, so dass Photovoltaik in dieser Form eher als zentrale Stromerzeugung anzusehen ist, vergleichbar mit Kohle- oder Atomkraftwerken.

 

 

Solarkraftwerke in Kalifornien werden immer größer

Solarkraftwerke in Kalifornien werden immer größer

 

 

Diese Großkraftwerke sind nur dann hilfreich, wenn es einen Großabnehmer für Strom gibt, der insbesondere in der Mittagszeit den Strom verbraucht. Dies können Ballungsräume mit einer großen Anzahl von Klimaanlagen sein. Da sich der Überschussstrom in Kalifornien kaum speichern lässt, braucht es Gaskraftwerke, deren Produktion sich in den Mittagsstunden herabregeln lassen. Großbatterien könnten für die fehlende Speicherkapazität eine Lösung darstellen.

 

Für Investoren stellen sich im gesamten Bereich Solarenergie und verwandte Lösungen attrakttive Anlagemöglichkeiten dar. Neue-Energien-Fonds oder Renewable-Energy-Funds wie sie beispielsweise im Grünes Geld Musterdepot Sonne zu finden sind, versprechen interessante Renditemöglichkeiten. Über die Länderdiversifizierung der Fonds können Anleger am Solarboom in den USA partizipieren.

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

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